08.04.18 Krüger Nationalpark – Rückreise

Der letzte Tag in Südafrika beginnt für alle so gegen 5 Uhr morgens. Auf 06.00 Uhr ist ein Busch walk angesetzt, der uns ein wenig mit den Besonderheiten im „Busch“ vertraut machen soll, die man im allgemeinen nicht sieht, wenn man durch den Busch läuft oder gar nur darüber liest. Unser Ranger Gottfried führt uns durch eine üppig bewaldete Fläche nahe unserer Lodge. Es wäre zu umfangreich, hier jetzt alles aufzuzeigen, was wir zu sehen bekommen. Hier einige Beispiele: Das man mit Antilopenkot-Bällchen einen Weitspuck-Wettbewerb veranstalten kann, haben wir nicht geglaubt. Er hat es uns vorgemacht. Wir kennen eigentlich aus unserer Kindheit nur das Kirschkernweitspucken. Wie breit die Spuren von Schlangen im Sand sind können wir mit eigenen Augen sehen. Dass manche Schlangen ihr Gift gezielt anbringen, haben wir ebenfalls erfahren. Die schwarze Mamba beißt die Beute nicht ins Bein, sondern richtet sich auf und beißt blitzschnell seine Opfer in den Hals. Dort verbreitet sich das totbringende Gift am schnellsten. Das haben wir Gott sei Dank nicht erlebt, aber der Bruder unseres Rangers Gottfried hat es mit 15 Jahren erlebt. Beide Jungen liefen noch ca 500 m bis ins Dorf und dann war alles zu spät. Der Junge konnte nicht mehr gerettet werden. Dies Beispiel zeigt uns, dass man sich auf solchen Safaris bewusst sein muss, dass man da eben nicht im Streichelzoo ist. Auch wenn die großen Tiere sich schon sehr an den Menschen bzw. an die Autos, auf denen die Menschen sitzen, gewöhnt haben – sie sind und bleiben Raubtiere. Und dieser Instinkt kann durch die kleinsten Begebenheiten immer wieder geweckt und ausgelöst werden. Plötzliche laute Geräusche wie ein Schrei, an dem sich das Tier erschreckt, die ausgestreckte Hand außerhalb eines Fahrzeuges, plötzliche Bewegungen, oder gar Speisen, die man vor den Augen des Tieres verzehrt. Aber es gibt auch positive Seiten. Elefantenkot z.B. kann sehr nützlich sein. Er hilft gegen so manche Krankheit, ja, richtig gelesen, von innen (?) und von außen. Papier wird daraus hergestellt und zwar sehr hochwertiges – usw. Da haben wir in Europa dann eben schlechte Karten.

Zurück in der Lodge steht das reichhaltige Frühstück wie immer als Buffet bereit. Zum ersten Mal gibt es richtig aufgebrühten Filterkaffee. Nach dem Frühstück bleibt nicht mehr viel Zeit, denn um 10 Uhr stehen zwei Kleinbusse vor der Tür, die uns zum Flughafen Hoedspruit  bringen sollen, einem kleinen Flughafen am Rand des Krügerpark, von denen es in weiten Abständen etliche gibt. Trotz des kurzen Zeitfensters sind Alle äußerst pünktlich, so dass wir mit dem Zeitplan keine Probleme bekommen. Die 55 km bis zum Flughafen führen uns vorbei an dem Kapama Reservat, dass als geschlossenes Reservat alle 5 Big Five beherbergt und natürlich eine Vielfalt an allen anderen Tieren, die man im Busch finden kann, auch. Die Lodgen gelten als die wohl am höchstwertig ausgestatteten am Rande des Krügerpark.

Um 12 Uhr hebt unsere Propellermaschine in Hoedspruit ab und wir verabschieden uns mit einem Blick aus dem Flieger von den Erlebnissen der letzten 5 Tage. Sie haben uns sehr tiefe Einblicke in das Leben in der Wildnis gegeben. Wir sind alle begeistert davon, einige der wilden Tiere hautnah erlebt haben zu dürfen. Aber auch die Welt der Vögel, Kriechtiere und kleinen Vierbeiner hat uns sehr beeindruckt in ihrer Vielfalt, der Farbgebung in der Natur, sei es zur Tarnung oder auch zum Auffallen und auch das Zusammenspiel der Lebewesen, die alle trotz ihrer Schönheit und Vielfalt täglich um ihr Überleben kämpfen. Und was die Natur dabei für Kniffe und Tricks entwickelt, das erfährt man, wenn man einen kundigen Ranger an seiner Seite hat. Das alles durften wir erleben und sind sehr dankbar dafür.

 

In Johannesburg angekommen orientieren wir uns zunächst, wo, wie und wann wir weiter müssen. Danach haben wir 5 Std. Zeit, die restlichen Afrikanischen Rand zu verschleudern, die wir noch in den Taschen haben. Im Duty Free Bereich ist das natürlich alles kein Problem. Gegen 18:00 Uhr hebt dann unser Flieger in Richtung Istanbul ab. Dort gibt es eine kurze Wartezeit von 2 Stunden und schließlich starten wir dann Richtung Stuttgart. Pünktlich um 10:00 Uhr landen wir in Stuttgart.

Nach 17 Tagen gemeinsamen Erlebens hieß es nun Abschied voneinander zu nehmen. Alles hat geklappt wie vorgesehen, niemand ist krank geworden und alle sind zufrieden. 12 Tage mit 55 Personen und weitere 5 Tage mit 15 Personen zu planen und durchzuführen, das ist eine starke Leistung und wir alle danken denen, die diese Arbeit auf sich genommen haben und fast 2 Jahre lang im Vorhinein sowohl die sängerische Leistung einzustudieren als auch die Organisation mit sehr vielen Beteiligten hier bei uns aber eben auch in Südafrika abzustimmen. Mit einem von Herzen kommenden „Danke schön“ an die Verantwortlichen schließen wir die diesjährige Veranstaltung ab und freuen uns auf die nächsten Aktivitäten, die folgen werden.

 

Danke an den Co-Blogger Joachim Barsch (7. von links) für die lebendigen Berichte aus dem Krüger Nationalpark

Autor: Coeblog am 12. Apr 2018 13:28, Rubrik: Allgemein, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentare geschlossen.

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